Goldfische und diverses Anderes

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 Betreff des Beitrags: Der Goldfisch [von Moni]
BeitragVerfasst: 3. PMpSa, 10 Sep 2011 21:13:57 +0000 2011. 15.34 
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Der (gewöhnliche) Goldfisch

Die Haltung des carassius auratus hat sich erst über England gegen 1700 in Europa eingebürgert.
Nach einschlägiger Literatur stammt der Goldfisch vom Giebel ab, der wohl auch in der Wildform schon Färbungen aufzeigte. In China ist diese Form des Karpfenfisches seit ca. 400 n. Chr. bekannt und aus der gold-orangefarbigen Farbmutation haben sie durch Selektion schon die ersten Versuche unternommen, gezielt „Gold“ - Fische zu züchten.
Um 1500 wurde von den Japanern der Goldfisch aus China importiert; die Zucht der verschiedenen Körperformen begann aber erst gegen 1700.
Den „normalen“ und am häufigsten anzutreffenden Goldfisch kennt wohl jeder; der Kometenschweif hingegen hat sehr tief gegabelte und längere Schwanzflossen, was sein Erscheinungsbild etwas graziöser wirken lässt.
Inzwischen haben sich verschiedene Farbvarianten etabliert, als da sind:
Rot-weiße Färbungen (Sarasa)
Kunterbunte Shubunkins, bei denen gerne blau und schwarz vorherrscht. (London-Shubunkin)
Diese wurden dann auch mit sehr langen Schwanzflossen gezüchtet (Bristol-Shubunkin)
Die Möglichkeiten der Farbvariationen sind unermesslich – jedes Exemplar sieht anders aus.
Eine weitere Form des Goldfisches nennt sich Wakin; dieser hat eine dreigeteilte Schwanzflosse, die mich sehr an einen Torpedo erinnert. Diese Variante ist wohl in den diversen Goldfischteichen noch nicht so extrem vorhanden und ich selbst bin von diesen Fischen so angetan, dass ich mich entschlossen habe, diese wunderbaren Wesen nach zu züchten.

Bild

Die Haltung des normalen Goldfisches wird überwiegend in Teichen praktiziert.
Hat man Aquarien in der Größe ab 200 l aufwärts kann man zumindest die Jungtiere einige Zeit darin gut beobachten.
Für ausgewachsene Goldfische sollte schon etwas mehr Bewegungsraum angedacht werden.
Ich plädiere hier so ab 500 l aufwärts bzw. zwischen 50 und 100 Liter pro Fisch. Aber selbst hier kommt der Tag, an dem man sich überlegt, ob so ein großer Fisch nicht in einem Teich besser aufgehoben wäre.

Goldfische werden gerne als „Kaltwasserfische“ bezeichnet, was so eigentlich nicht ganz stimmt: Halten gesunde Gesellen doch Temperaturen von 4 bis 30 Grad ohne Probleme aus. Nach meinen Beobachtungen fühlen sie sich bei durchschnittlich 20° Wassertemperatur am wohlsten. Bei Teichhaltung halten sie aber auch die 4° bequem aus, wenn sie sich zur Winterruhe in die tiefen Bereiche zurückziehen. Der Stoffwechsel wird in dieser Zeit total zurückgeschraubt und sie stehen quasi in einem Halbschlaf beieinander.
Man sollte es unterlassen, auf dem zugefrorenen Teich auszuprobieren, ob das Eis trägt oder sonstige Unternehmen starten, die durch Geräusche die Ruhe der Fische stören.
Im gänzlich zugefrorenen Teich haben sich im unteren Bereich während der Ruhezeit durch absterbende Pflanzen und abgesunkenes Laub (alles erwischt man selten), sowie Ausscheidungen der Fische (sie futtern aus dem natürlichen Angebot ja weiter) Faulgase gebildet und ein auf geschreckter, nach oben kommender Fisch wird den Teufel tun, und da wieder runterpaddeln. Er liefert sich lieber der Gefahr aus, an der Eisdecke fest zu frieren. Daher ist es angebracht, immer durch hohe, hohle Pflanzen oder ähnlichen Hilfsmitteln diesen Gasaustausch gegen Sauerstoff zu ermöglichen.
Wie so mancher Teichbesitzer habe auch ich mich gefragt, warum immer wieder Teichfische im Eis ihr Ende finden, warum schwimmen sie nicht wieder runter in ihren Ruhebereich? - Ein mir bekannter Koi - Züchter hat mir diese Erklärung gegeben, die, wie ich finde, sehr plausibel klingt.
Ein weiterer Grund ist natürlich, dass in ihrer Winterruhe gestörte und nun herum schwimmende Fische wertvolle Reserven aufbrauchen, die sie zum Überleben für die kälteste Jahreszeit dringend benötigen.

Bild

Karpfenähnliche Fische sind Allesfresser – so vertilgen sie auch ihren eigenen Nachwuchs – bereits als Rogen, bzw. nach dem Schlüpfen aus dem Ei als Larve ist der Goldfisch der Fresslust der größeren Teich/Aquarienbewohner ausgeliefert. Nur gut verstreuter Laich, am besten noch in feinblättrigen Pflanzen, bietet die Chance, vor den Riesenmäulern einigermaßen gut geschützt heranzuwachsen.
Aus Ihnen werden Kaliber von bis zu 30 cm Körperlänge und bei guter Gesundheit kann so ein Goldfischleben bis um die 40 Jahre währen (ist jedoch eher die Ausnahme)

von Monika


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